Bürgerinitiative GEGENWIND OSTERTAL

 

Den Wald vor lauter Windrädern nicht mehr sehen?

Nicht mit uns!

Liebe Bürgerinnen und Bürger unseres Heimatortes Steinbach, liebe Betroffene im Ostertal,

in den letzten Jahren hat unsere Gemeinde einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass im Saarland in immer größerem Maße regenerative Energie aus Windkraftanlagen gewonnen werden konnte.

Windraeder Himmelwald

Diese ökologisch sinnvolle, jedoch energiepolitisch und gesundheitlich zweifelhafte Unternehmung ist zwar in Teilen ­begrüßenswert, allerdings nimmt dieses Unterfangen rund um den Höcherberg mittlerweile Ausmaße an, die in vielerlei Hinsicht bedenklich werden. Viele Steinbacher fühlen sich schon jetzt durch immer neue und immer höhere Windkraftanlagen längst nicht mehr nur in ästhetischer Weise belästigt. Die im vergangenen Jahr in unmittelbarer Nähe unserer Ortsgrenzen entstandenen Windräder sind für viele von uns zu einer akustischen Dauerbelastung geworden.

Bisher haben wir duldsam und freundlich alle Einschränkungen, welche die neuen Windkraftanlagen mit sich gebracht haben, hingenommen. Nun wurde bekannt, dass die Planungs- und Betreibergesellschaft ABO Wind zwei weitere je 200 Meter hohe Windräder im Süden unseres Dorfes plant. Die Konzentrationsfläche bietet Platz für bis zu acht Windräder.

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Blick in Richtung Steinbach (Fotomontage) an der Schranke oberhalb der Steinbacher Straße!

Diese Anlagen würden sich in einer Entfernung von gerade einmal rund 800 bzw. 900 Metern ca. 150 Meter über unseren Heimatort erheben und zu einer massiven Einschränkung unserer Lebensqualität führen. Aber die Verschandelung unserer traumhaften Aussicht wäre hierbei leider nur ein Aspekt dieses Vorhabens.

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Blick vom Ruckert (Fotomontage) in Richtung Krokenwald

Ein weiteres Problem stellt die erhebliche Wertminderung unserer Häuser und Grundstücke dar, welche zweifelsfrei mit dem Bau weiterer riesiger und derart naher Windkraftanlagen einhergehen würde.

Zusätzlich problematisch gestaltet sich der drastische Kahlschlag im Bereich des Krokenwalds, denn für den Betrieb der beiden Anlagen müssten schätzungsweise 5000 m² Wald gerodet bzw. Freiflächen bereitgestellt werden. Dies würde zu einer erheblichen Veränderung der Lebensgrundlage von vielen in unseren Wäldern beheimateten Tierarten führen. Hinzu kämen die zu erwartenden Opfer unter Fledermäusen und Vögeln.

RotmilanGleiches gilt für die nicht mehr zu leugnenden gesundheitlichen Gefahren, die Windräder für uns Menschen mit sich bringen können. Zahlreiche Studien haben mittlerweile gezeigt, dass zwischen dem von Windkraftanlagen erzeugten ­Infraschall und gesundheitlichen Auffälligkeiten ein kausaler Zusammenhang bestehen muss. Unabhängige Studien u. a. in Deutschland, den USA, in Kanada und in Dänemark haben längst ergeben, dass der Infraschall zu einer Vielzahl gesundheitlicher Beschwerden führen kann. So klagen Menschen, die dauerhaft diesen Geräuschimmissionen ausgesetzt sind, weit überproportional oft über Einschlafschwierigkeiten, Schlafstörungen, Schlafentzug, Müdigkeit, Druck im Ohr, Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit, Beeinträchtigung des Sehvermögens, Herzrasen, erhöhten Blutdruck, Reizbarkeit, Probleme mit Konzentration und Erinnerungsvermögen sowie über Panikattacken.

Rund 60 Prozent des weltweit gefährdeten Rotmilanbestandes lebt in Deutschland. Diese Art ist in den Wäldern des Krokenwalds und im gesamten Ostertal nachweislich beheimatet.

Genau aus diesem Grund müssen wir uns von Beginn an gemeinsam gegen diese potentielle Gesundheitsgefahr vor unserer Haustür zur Wehr setzen, bevor die entsprechenden Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind und wir erneut vor vollendete Tatsachen gestellt werden!